Das verletzte innere Kind

Fast jeder Erwachsene trägt ein traumatisiertes inneres Kind in sich. Die Verletzungen aus unserer Kinderzeit wurden uns zugefügt, als man uns nicht sah, nicht verstehen wollte, wer wir wirklich waren und uns sagte, so, wie wir waren, das wäre verkehrt. Zu einer Zeit, in der man demjenigen, der über einen urteilt, hilflos ausgeliefert ist, schlagen solche Verletzungen tiefe Wunden, die von ihrem Ursprung her sogar existenzbedrohend sind. Wenn du für die, die für dich sorgen, nicht in Ordnung bist, kann das schließlich dein Todesurteil sein.

Kinder sind nicht böse. Kinder sind nicht nervig. Kinder brauchen es und haben das Recht, die Welt zu entdecken, in ihrem Tempo und in der ihnen angemessenen Art und Weise, aber das ist in einer Gesellschaft, die für alles andere eher als für ein artgerechtes Leben steht, meistens nicht drin.

So „ziehen“ Eltern, die selbst verletzte Kinderseelen in sich tragen, ihre Kinder „groß“, müssen schauen, dass die Kleinen schnell „aus dem Gröbsten raus“ sind, mehr schlecht als recht, weil man in erster Linie darauf zu achten hat, dass genügend Kohle da ist, wo Zeit für einander zu haben und ein intaktes Familienleben heute überhaupt schon der größte Luxus sind, und die wichtigen Dinge im Leben unerfüllte Sehnsucht oder schöne Erinnerung.

Wir leben in einer toxischen Welt.

Verletzliche Kinder sind Erwachsenen ausgeliefert, die sich (wiederum aus Selbstschutz) nicht mehr richtig spüren.

Und so war es schon immer und so würde es immer weiter gehen. Dass traumatisierte Eltern ihre Traumata an ihre Kinder weitergeben. Generation für Generation von Mutter Kirche und Vater Staat missbrauchte Menschen haben vergessen was Liebe ist. Und in letzter Zeit wurde mit Hochdruck daran gearbeitet, dass wir überhaupt alles von dem vergessen, was uns irgendwann ausgemacht hat, unsere Werte, unsere Rechte, unsere Freiheit, unsere Einzigartigkeit, unseren Mut, unser Immunsystem, Uns.

Zum Glück erwachen immer mehr Menschen aus dieser von Macht und Gier erschaffenen Dunkelheit, aus der Traurigkeit und der Schuld, die uns eingeredet wurde, und die wir uns aufladen lassen, weil wir so gute Kinder sind. Wir sind eine Gesellschaft von trostlosen Kinderseelen, und die Schuld und die Scham sind die Kittmasse der Illusion.

In Wahrheit sind Kinder die kostbarsten Geschenke des Lebens. Und jeder von uns trägt so ein Kind in seinem Inneren.

Wenn sich deines noch die meiste Zeit über im hintersten Winkel des Kastens versteckt, wenn du es bisher nicht beachtet hast, oder auf eine andere Art und Weise so behandelt hast, wie die Erwachsenen dich früher, dann nimm dich jetzt seiner an. Dein Kleiner/Deine Kleine erwartet dich sehnsuchtsvoll. Nimm sie/nimm ihn in den Arm und lass diesen kostbaren Schatz nie wieder los. Du kannst deinem Kind jetzt selbst die bedingungslos liebende Mutter und der felsenfest hinter ihm stehende Vater werden, die es wahrscheinlich nie hatte. Es braucht das Gefühl, dass seine Schmerzen und seine Angst von damals endlich gesehen werden. Die blockierten Gefühle müssen an die Oberfläche kommen, damit die gestauten Energien endlich wieder frei werden können. Erst dann können die tiefen Wunden heilen, durch die ein großer Teil deiner Lebensenergie verloren geht. Das Kind braucht jetzt DICH, damit DU es bedingungslos lieben und beschützen kannst, es mit all seinen Fehlern annehmen und lieben kannst und als das göttliche Kind sehen, das es tief in seinem Inneren immer geblieben ist. Denn du bist der einzige, der es wirklich versteht.

Erst wenn das innere Kind seinen Urschmerz, seine Angst und seine Einsamkeit überwinden konnte, ist es überhaupt möglich, anderen Menschen mit einem gesunden Vertrauen und dem Leben mit dem nötigen Selbstvertrauen zu begegnen. Das Kind in uns repräsentiert unsere Leichtigkeit, unsere Unbeschwertheit und unsere Lebensfreude, diese Ganzheit von damals, die wir spürten, bevor wir an uns selbst zu (ver)zweifeln begannen. Erst auf der Basis eines solchen geheilten, unbeschwerten Seins ist Offenheit, Kreativität und erfüllte Partnerschaft überhaupt möglich.

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out-of-the-dark-BewusstSeinsWerkstatt https://claudias-welt.org/energiecoaching/

Buchtipp***** John Bradshaw, Das innere Kind.

Hier ein kurzer Überblick über die Arbeit mit dem inneren Kind:

  1. Als verletztes Kind durftest du nichts fühlen. Schließlich hast du begonnen, dich für deine Gefühle zu schämen. Du hast dich irgendwann auch für deine Bedürfnisse geschämt. Weil man dich spüren hat lassen, dass du nicht in Ordnung warst, so wie du eben warst, als Junge, als Mädchen, als die kleine Schüchterne, der Grobe, die Laute, der Leise….
  2. Sie wollten dich nicht, so wie du warst, und um eine Rolle zu spielen, bist du in eine in deiner Familie mögliche Rolle geschlüpft. Und hast dir einen Panzer zugelegt, um die Verletzungen nicht mehr zu spüren.
  3. Und jetzt steckst du in der viel zu kleinen Rolle und im viel zu eng gewordenen Panzer fest. Natürlich hilft es dir, und deshalb machst du, wie alle verletzten Kinder, dein Leben, deine Eltern, alle anderen dafür verantwortlich, egal wen, nur nicht dich selbst. Weil du, was Verantwortung für dein Leben übernehmen anbelangt, schließlich nie erwachsen geworden bist, weil durch die unverheilten Verletzungen des inneren Kindes immer wieder deine wertvollen Energien verlorengehen, bist du müde, oft völlig hilflos, lässt du andere über dich und dein Leben bestimmen. Die freundlichen Onkels sind heute unter vielen anderen der über Leichen gehende Politiker, die lebensfeindliche Wirtschaft und das mit der Pharmaindustrie verbündete Krankheitssystem.
  4. Nimm dein inneres Kind in die Arme. Sag ihm, dass es für dich vollkommen und herzlich willkommen ist, ganz genauso, wie es ist, dass du es so sehnlichst erwartet hast, dass du es nie mehr im Stich lassen wirst, dass du es von nun an beschützen und immer gut auf es Acht geben wirst (du wirst darauf achten, dass es genügend Schlaf bekommt, gutes Essen, schöne Momente, ganz viel Liebe, gesunde Beziehungen, einfach alles was ihr beide, du und dein Kleiner/deine Kleine so dringend braucht…).
  5. Schreib einen Brief an das Kind in den verschiedenen Lebensphasen, die besonders schwierig für dich waren. Erinnere dich. Schau dir Fotos von damals an. Nimm dir ganz viel Zeit für die Heilarbeit mit deinem inneren Kind. Das Kind ist misstrauisch. Es kann dauern, bis es dir einigermaßen vertraut. Es hat viel durchgemacht. Es ist schlau, sein Misstrauen hat ihm geholfen zu überleben und es wird dich genau prüfen, ob du es wirklich ehrlich mit ihm meinst.
  6. Wenn du erste Erfolge spürst, dann geht dafür alles ganz schnell. Deine Lebensfreude kommt zurück. Deine Kreativität. Du bist endlich frei, ganz du selbst zu werden, so wie du gedacht bist, so großartig wie du in Wahrheit bist.
  7. Das allerwichtigste bei diesem Prozess ist das Trauern. Du musst deinem Kind zuhören und mit ihm mitfühlen. Du musst mit ihm gemeinsam seine Verletzungen beweinen. Du musst seine Angst spüren, seine Ohnmacht und seine schreckliche Einsamkeit. Umarme es. Halte es fest. Die Trauerarbeit ist schmerzlich für euch beide, aber sie ist notwendig, um die alten, in den Blockaden feststeckenden Energien zu erlösen. Und damit dein inneres Kind.

Und schließlich Dich Selbst.

In Liebe ❤

(Anmerkung: Die Energiearbeit kann, im Gegensatz zu bewusstseinsverändernden Techniken oder Substanzen, nie Schaden zufügen, weil man in einem geschützen Raum immer nur das preisgibt, was man zu der jeweiligen Zeit ohnehin loslassen will.)

It’s a men’s world, aber nicht mehr lang

…weil es hoffentlich bald Vergangenheit ist, dass sich Herz- und Seelenmenschen anpassen müssen und ihre stärksten Eigenschaften verleugnen. Unsere Welt ist aus dem Lot. Wir sind aus dem Lot. Weil man mit den weichen, weiblichen Attributen in einem auf Geiz und Ehrgeiz konditionierten Dasein keinen Blumentopf gewinnen kann.

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